NWZ - 27.07.2012

Fähre wird zum Partyboot

Muschels und BRAkustik bei „Rock auf der Weser“

Statt auf der „Kleinensiel“ wird diesmal auf der großen „Bremerhaven“ gefeiert. Shantys im Rockformat: Angela Rats will mit ihrer Band The Muschels den Gästen an Bord der Fähre einheizen.  Bild: Archiv


BRAKE Zum dritten Mal lädt die Braker Gaststätte Café O-le zu „Rock auf der Weser“ ein. Am Sonnabend, 25. August, steigt die Party.

 

Für Livemusik auf der Fähre werden diesmal gleich zwei Bands sorgen. The Muschels aus Nordenham und Bremerhaven spielen Shantyrock und hatten bereits beim letzten „Rock auf der Weser“ kräftig für Stimmung gesorgt – trotz arg widriger Witterungsumstände..........weiter lesen

NWZ 25.Mai 2012

Loblied für liebens- und lebenswerten Ort

Dorfjubiläum Zahlreiche Redner gratulieren zum 700-jährigen Bestehen von Abbehausen

 
Mit Shantyrock sorgte die Gruppe The Muschels für prima Stimmung bei der Jubiläumsfeier, zu der rund 450 Gäste insFestzelt gekommen waren. BILD: Jens Milde  


Abbehausen - Es war ein fröhliches Fest mit vielen humor- und stimmungsvollen Beiträgen...................... weiter lesen 

NWZ 11.10.2010 - Shanty - Rock

beim Ochsenmarkt

Nordenham, 18. Oktober 2010

Auch ganz ohne Ochsen bärenstark




Nordenham. Die Nordenhamer Innenstadt hat gestern wieder einmal ihr Sonntagsgesicht gezeigt. Tausende von Besuchern strömten über den Markt, durch die Fußgängerzone und die Bahnhofstraße. Bei herrlichem Sonnenschein nutzten die Menschen die Gelegenheit, Einkaufsbummel und Klönschnack miteinander zu verbinden. Von Christoph heilscher

 

Spaß mit - The Muschels

Schon am Vormittag sorgten The Muschels auf dem Marktplatz für gute Laune. Diese immer noch recht neue Band macht Spaß. Dicht umringt war die kleine Bühne, als die Gruppe ihren Shanty-Rock spielte, der klingt wie eine Mischung aus Hans Albers, Freddy Quinn und den Folkpunkern The Pogues. „Junge. komm bald wieder“ schallte es über den Marktplatz, „Wenn bei Capri die Sonne rot im Meer versinkt“, „Volle Granate, Renate“. Sänger Hannes Miek gibt mit seinem kräftigen Bass den Piratenkapitän dieser maritimen Combo, und die Band spielt die Stücke ganz wunderbar gegen die Erwartungshaltung.

Die Verpflichtung der Muschels war genauso ein guter Griff wie die der Marching Band Brake, die am Nachmittag musizierend durch die Innenstadt zog.

 

 

 

Verkaufsoffener Sonntag -The Muschels spielen – Elektro-Rodeo in Fußgängerzone

 

 

Die Band The Muschels will beim Ochsenmarkt für Stimmung sorgen. BILD: Dennis Weiß  

Die Geschäfte haben von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Bereits um 10 Uhr beginnt der Trödelmarkt.

von Norbert Hartfil

Nordenham- Leibhaftige Ochsen sind zwar wieder nicht dabei, aber dafür ist ein Open-Air-Konzert auf dem Marktplatz neu im Programm: Bei der 24. Auflage des Ochsenmarktesam Sonntag, 17. Oktober, sorgt die Band The Muschels für Live-Musik in der Innenstadt. Die auf Shanty-Rock spezialisierte Formation tritt von 11 bis 13 Uhr während des herbstlichen Trödelmarktes in der guten Stube der Stadt Nordenham auf.

Zu den Muschels gehören Paul Baumann (Schlagzeug), Detlef Glückselig (Gitarre) und Hannes Miek (Gesang) aus Nordenham sowie Angela Rats (Akkordeon) und Lutz Schopenhauer (Bass) aus Bremerhaven. Der Verein Nordenham Marketing & Touristik (NMT) hat die Band engagiert, um dem Ochsenmarkt am Vormittag eine zusätzliche Attraktion zu verpassen.   ............  weiter lesen 

Nordwest-Zeitung  02.10.2010.

Shanty-Rockmusik

 

 

Immer ’ne handbreit Wasser unterm Kiel hat in seiner Freizeit Detlef Glückselig (45, Foto) – nicht als aktiver Wassersportler, sondern als Hobby-Musiker. Der Leiter der Lokalredaktion Brake der NWZ  ist Gitarrist der Band „The Muschels“. Das aus der Wesermarsch und aus Bremerhaven stammende Quintett spielt Shanty-Rock. Wie das geht? Ganz einfach: Glückselig und seine Mitstreiter schnappen sich Shantys und Seemannslieder und verrocken diese. Die musikalische Kaperfahrt – garniert mit viel Seemannsgarn – kommt gut an. Im August hatten die Muschels einen umjubelten Auftritt auf der „Sail“ in Bremerhaven. Und jüngst hatten sie sogar einen Live-Auftritt im Fernsehen. Nächstes Projekt der Band, die sich als reines Feierabend-Unternehmen versteht, ist eine CD-Aufnahme. Der Titel steht bereits fest: „...und das Meer rockt sein Lied!“


Sonntagsjournal 15.08.2010

Labskaus wird der Renner

Großes Pagodenzelt neben dem „Lloyd‘s" - Start am Freitag

Bremerhaven (ber). Überall rund um den Neuen Hafen
beginnen allmählich die Aufbauarbeiten für die Sail.
Auch auf dem Festplatz der Havenwelten tut sich was.
Gastronom Bernhard Venhofen („Lloyd‘s") errichtet an
dieser Stelle ein riesiges Pagodenzelt. Dort bietet er kulinarische
Schmankerl und Unterhaltung an.
 
Ganz wichtig:
Die Eröffnung ist schon
am kommenden Freitag um
18 Uhr.


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Norddeutsche Küche
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Im Zelt selbst ist für ausreichend Sitzgelegenheiten gesorgt.
Getränke gibt es aus Gläsern, nicht aus Pappbechern,
und das Essen entstammt der norddeutschen
Küche. „Der Renner dürfte das Bremerhavener Labskaus
mit Pökelfleisch und Matjes sein. Bratwurst und sonstiges
Fastfood gibt es bei uns nicht", sagt Luka.
An den Festtagen soll es im Zelt auch ein Unterhaltungsprogramm
geben. Zum Auftakt  am kommenden Freitag
steht Shanty-Rock auf dem Zettel. Die Ban
d „The Muschels"
macht Dampf und soll für einen stimmungsvollen
Abend sorgen. ........  
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Nordwest-Zeitung 16.09.2010

 

Shantyrock und Kinderzirkus auf Nordenhamer Marktplatz

 

 

Shantyrock von der Nordenhamer Band The Muschels bekamen am Mittwochnachmittag die Besucher auf dem Marktplatz geboten. Anlass für das Freiluft-Spektakel in der Innenstadt war der Besuch des Norddeutschen Rundfunks, der in seiner Sendung „Mein Nachmittag“ live aus Nordenham berichtete. Neben den Shantyrockern hatten auch der Kinderzirkus Fantaasi des SV Nordenham, die Rostheuler mit ihren alten Treckern und der Verein ProRegion mit einer Ochsen-Kochshow ihre Auftritte. Außerdem spielte die Mädchengruppe der Happy German Bagpipers. Mehr als 100 Besucher versammelten sich auf dem Marktplatz, um den Nordenhamer Künstlern zuzusehen und um zu erleben, wie eine Fernsehsendung produziert wird.





Kreiszeitung - Wesermarsch 1.6.2010

Konzert inmitten der Gäste


Nordenham. „Wenn Hannes mal wieder im Eldo versackt, betet seine Mutter nur: ‚Junge, komm bald wieder‘“. Mit dieser kleinen Geschichte kündigte Detlef Glückselig das gleichnamige Lied von Freddy Quinn an. So eine – meist fiktive – Story hatte er für fast jeden Song des Programms von The Muschels parat. Von Julia von borstel

Die Shanty-Rock-Band The Muschels kommt mit Fischertuch und Piratenhut auf die Bühne. Foto: ju

Sei es Hannes bei den Walen, Hannes in Jamaica oder Hannes auf hoher See – dem Gitarristen der Band The Muschels fiel immer wieder spontan etwas ein, um den Sänger der Band in sein Seemannsgarn einzuwickeln.

The Muschels bestehen aus Paul Ascot Baumann am Schlagzeug, Angela Rats am Akkordeon, Lutz Schopenhauer am Bass, Detlef Glückselig an der Gitarre und Sänger Hannes Miek, der mit seiner beeindruckenden Stimme auch den Shanty-Chor Nordenham und die A-Capella-Gruppe Käptn Bligh unterstützt.

Seit etwa einem Jahr gibt es die Band. Die Initiatoren Detlef Glückselig und Paul Baumann waren der Meinung, Nordenham fehle eine maritime Gruppe.

Netze und Rettungsring

Mit ihrem Shantyrock begeisterten sie beim Café im Takt, das erstmals an einem Freitag stattfand, rund 80 Zuhörer. Zunächst wurde allerdings umgebaut. Statt auf der Bühne der Jahnhalle zu stehen, bauten die Muschels ihre Instrumente und Dekoration mitten im Saal auf und spielten direkt vor den Zuschauern. Fischernetze und ein Rettungsring mit „Muschel“-Aufschrift vollendeten das Hafenkneipen-Flair.

Hier wurde nun „Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern“ von Heinz Rühmann zur Polka. Die Reeperbahn lernte Reggae kennen und „Whisky in the Jar“ wurde mit AC/DC zusammengewürfelt. Auch Songs von Achim Reichel sang Hannes Miek mit seiner kraftvollen Stimme, die perfekt zu diesen maritimen Liedern passt. Die Akkordeonklänge verstärkten die Seefahrtstimmung außerdem. Bei dem Lied „Rum aus Jamaica“ sollte das Publikum bei dem Wort Rum aufstehen.

Der Aufforderung folgen leider nur wenige Konzertgäste. Trotzdem machte es den Besuchern sichtlich Spaß und sie verlangten nach einigen Zugaben, bis die Band den Abend mit „Er hat ein knallrotes Gummiboot“ von Wencke Myhre endgültig beendete.



Jade-Weser-Zeitung 31.05.2010 von Jesco Heidenreich

Lieder , die vom Alkohol handeln

Nordenham. Seemannslieder der ganz eigenen Art spielten am Freitagabend die Band „The Muschels" in der Jahnhalle Nordenham. Mit ungewöhnlich rockig klingendem „What shell we do with the drunken sailor" stellten die Musiker aus Nordenham und Bremerhaven gleich zu Anfang klar, dass an diesem Abend ausschließlich Lieder gesungen werden, die vom Alkohol handeln. Ihre Kaperfahrt durch die Welt der Seemannslieder ist wörtlich zu verstehen, denn mit einem Shantychor und dem Traditionellen hatte das Konzert nichts zu tun. Die E-Gitarre verzerrte, der Schlagzeuger sorgte für schnelle Beats und sogar das Akkordeon rockte. Ihr Musikstil: „Shantyrock"! „The Muschels" sind halt frech, anders und immer mit einer Handbreit Wasser unterm Kiel.



Kreiszeitung Wesermarsch - 31.05.2010

Mit Shanty - Rock auf der richtigen Welle

mit Piratentuch und Fischerhemd kommen sie daher....

Rum aus Jamaika" oder AC/DC? Die Antwort der Muschels auf diese Frage ist ein klares Sowohl als auch.


Nordenham- Shanty-Chöre sind im Norden ja bekannt und beliebt, aber Shanty-Rock ist etwas Neues. Diese Stilrichtung wird von der Nordenhamer Gruppe The Muschels geboten, die damit am Freitagabend das rund 80 Gäste umfassende Publikum in der Jahnhalle begeisterte.

Mit ihren rocklastigen Interpretationen bekannter Seemannslieder rissen sie die Zuhörer mit, die sich bald so fühlten als säßen sie in einer urigen Hafenkneipe. So spielte die Gruppe beispielsweise „Rum aus Jamaika" kombiniert mit einem Intro von AC/DC. Aber auch Titel von Achim Reichel oder Torfrock gehören zum Repertoire der Musiker.

Zu beinahe jedem Lied hatten die Bandmitglieder eine lustige und oftmals fiktive Geschichte aus dem Leben des Sängers Hannes Miek parat, die der Gitarrist Detlef Glück- selig spontan zum Besten gab. So soll die Mutter von Hannes beispielsweise Stoßgebete gen Himmel schicken, in denen es heißt „Junge, komm bald wieder", wenn Hannes wieder in den Lokalen der Stadt versackt ist. Welches Lied dieser Moderation folgte, ist unschwer zu erraten.

Die Akkordeonklänge von Angela Rats unterstreichen die maritime Herkunft der Lieder, während der Schlagzeuger Paul Ascot Baumann dem Ganzen einen etwas härteren Touch gibt. Abgerundet werden die Lieder nur noch durch den Bass, den Lutz Schopenhauer spielt. Die Band existiert in dieser Besetzung seit einem Jahr und ist aus einer Idee von Detlef Glückselig und Paul Ascot Baumann entstanden, als die beiden beim Stadtfest vor zwei Jahren etwas Maritimes unter den dortigen Auftritten vermissten.

Die Musiker versuchen jedem Stück etwas Neues abzugewinnen, sagt der Gitarrist Detlef Glückselig. Daher wundert es auch nicht, wenn das altbekannte Lied „Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern" als Polka gespielt wird.
Eine weitere Besonderheit des Auftritts war, dass die Gruppe mitten im Saal spielte, was es in der Geschichte der Jahnhalle so noch nicht gegeben haben soll. Die gute Stimmung der Band sprang schnell auf das Publikum über, das nach rund 120 Minuten Spielzeit nach Zugaben rief und sich zu guter Letzt einen Titel aussuchen durfte. Dass es „Rum aus Jamaika" mit dem AC/DC Intro wurde, bestätigt der Gruppe The Muschels mit Shanty-Rock auf der richtigen Welle zu schippern.

 



Kreiszeitung - Wesermarsch 11.01.2010

Kreiszeitung - Wesermarsch 23.07.2009

Reeperbahn wird Reggaebahn

Nordenham (flo). Schauspieler Jan Vedder hat es versucht. Die Rendsburger Band Watt ’n‘ Rock tut es seit einigen Jahren. Und Achim Reichel brachte es zur Perfektion: Seemannslieder und Shantys zu entstauben und im Rock-Gewand präsentieren. Nun will eine neue Nordenhamer Band mit ihren Interpretationen von „La Paloma“ und „Auf der Reeperbahn“ für Aufsehen sorgen: The Muschels.

 
Sie sind The Muschels und spielen rockige Seemannslieder: Paul Baumann, Detlef Glückselig, Angela Rats, Lutz Schoppenhauer und Hannes Miek (von links). Foto: flo

Mit Piratentuch und Kapitänsmütze, mit Fischerhemd und Elbsegler: So kommen die fünf Musiker daher, deren Wahlspruch „Und das Meer rockt sein Lied“ heißt. Initiator ist Paul „Ascot“ Baumann, der auch bei der Nordenhamer Gruppe Jinx trommelt. „Ich hatte schon ewig auf dem Zettel, so etwas auszuprobieren“, erklärt der Schlagzeuger. „Aber irgendwie habe ich nie jemanden gefunden, der Lust dazu hatte, die Seemannslieder der 50er, 60er und 70er Jahre zu verrocken.“

 

Feuer und Flamme für Idee

Das änderte sich, als er seinem Musikerkollegen Detlef Glückselig davon erzählte, der sofort Feuer und Flamme für die Idee war. Die Grundbesetzung für die Band war gefunden. Auch Hannes Miek (Gesang), Lutz „Smut“ Schoppenhauer (Bass) und Angela Rats (Akkordeon) ließen sich für das Konzept begeistern. Und seit einem Vierteljahr sind die Fünf nun heftig am Proben.

 

Blieb nur noch die Suche nach einem Bandnamen. „Ich hatte früher immer vor, mir ein Segelboot zu kaufen“, schwelgt Paul Baumann in Erinnerungen. „Das wollte ich dann ‚Möwe‘ oder ‚Muschel‘ nennen.“ So war der Weg zu The Muschels nicht weit. „Das ‚The‘ lässt die ganze Sache international wirken, denn wir wollen später einmal in jedem Hafen der Welt spielen“, ergänzt der Drummer mit todernster Mine.

Doch wie klingt die Musik von The Muschels? „Wir bemühen uns, die alten Shantys und Seemannslieder völlig neu zu arrangieren“, erklärt Detlef Glückselig. „Stilistisch fischen wir in allen Gewässern.“ So kann es durchaus sein, dass „Auf der Reeperbahn“ im Reggae-Gewand daherkommt, während sich ein anderer Shanty mittels Deep-Purple-Gitarrenriff in „Smoke on the Hamburger Veermaster“ verwandelt. Aber auch „Rolling home“, „Seemann, lass das Träumen“ und „Wir lieben die Stürme“ sind als durchaus tanzbare Rock-Versionen im Repertoire von The Muschels.

„Wir glauben, dass es für diese Art der Musik in unserer Gegend durchaus ein Publikum gibt“, ist sich Paul Baumann sicher. Eine feste Zielgruppe gebe es nicht. „Aber wir spielen Musik, zu der man ordentlich Party machen kann.“

Ihren ersten großen Auftritt haben The Muschels bei der Jubiläumsfeier der Sail Training Association Germany (STAG) Ende September mit Bremerhaven. Damit wäre der erste von allen Häfen der Welt abgehakt.



27.05.2010 Nordwest-Zeitung

Volle Breitseite Livemusik in der Jahnhalle

Konzerte Shantyrock mit The Muschels

– Melodic Metal mit Mob Rules -

 

Beide Bands haben reichlich Lokalkolorit zu bieten. Den Anfang machen an diesem Freitag The Muschels aus Nordenham und Bremerhaven.

von Jens Milde

Nordenham - Bevor die Sommerflaute beginnt, bekommen die Jahnhallen-Freunde am Wochenende noch einmal eine volle Breitseite Livemusik geboten. Am Freitag sind The Muschels im Kulturzentrum zu hören. Tags darauf macht die Gruppe Mob Rules an der Jahnstraße Station.

The Muschels sind eine fünfköpfige Band aus Nordenham und Bremerhaven, die sich auf Kaperfahrt durch die Welt der Seemannslieder befindet. Deep Purple rocken auf dem Hamborger Veermaster, Trunkenbolde hissen die Piratenflagge, und auf der Reeperbahn liegt Reggae in der Luft. Bei den Muschels, die ihre Musik Shantyrock nennen, ist so ziemlich alles möglich. Wo sie vor Anker gehen, rockt das Meer – oder eben die Jahnhalle. Ihr Konzert beginnt um 20 Uhr.
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Rock und Shantys zum Jubiläum

THEATER FATALE Bühne feiert ihr 10-jähriges Bestehen im Güterschuppen

 

Shanty-Rock zum Geburtstag: The Muschels aus Nordenham und Bremerhaven bekamen viel Applaus für ihren Auftritt beim Frühschoppen am Sonntag. BILDER: HORST RIX 

ANGESICHTS DES WETTERS WAR DER VEREIN ZUFRIEDEN MIT DER RESONANZ. DIE DARBIETUNGEN KAMEN GUT AN BEIM PUBLIKUM.

NORDENHAM - Zu Tagen der offenen Tür hatte das Theater Fatale aus Anlass seines 10-jährigen Bestehens für Sonnabend und Sonntag in den Güterschuppen eingeladen.

Die fünf Musiker der Gruppe The Muschels schlossen sich mit ihren neuzeitlich arrangierten Fassungen alter Seemannslieder ihrer Vorgruppe an. Da wurden dem Publikum „What shall we do with the drunken Sailor?“, „Rum aus Jamaika“ oder „Einmal noch nach Bombay“ und viele andere Lieder in rockiger Machart vorgetragen. Auch dieses Art der Interpretation kam hervorragend an und wurde mit viel Beifall honoriert.    ..... weiter lesen



Shantyrocker auf Kaperfahrt

Nordenhamer Band The Muschels fischt hemmungslos in allen Gewässern

SEIT MÄRZ ARBEITEN DIE FÜNF MUSIKER AUS NORDENHAM UND BREMERHAVEN AM FEINSCHLIFF. DER ERSTE AUFTRITT IST IM SEPTEMBER.

Von Meeren, Masten und Matrosen singen (von links) Paul Ascot Baumannn, Detlef Glückselig, Lutz Schoppenhauer und Hannes Miek, während Angela Rats das Akkordeon spielt.  Bild: JENS MILDE

NORDENHAM Wenn Detlef Glückselig im Reggae-Rhythmus an der Gitarre zupft, hört sich das an wie die Einleitung zu einem Bob-Marley-Song. Aber dann kommt alles ganz anders: „Silbern klingt und springt die Heuer“, singt Hannes Miek, der Frontmann mit langjähriger Shantychor-Erfahrung. Nanu – ist das nicht von Hans Albers, dem blonden Herzensbrecher, der einstigen Ikone der Hamburger Sündenmeile? Klar: „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins“. Ein Schunkel-Klassiker im Karibik-Hemd. Bei The Muschels müssen die Zuhörer auf solche Überraschungen gefasst sein.

Musikalisches Labskaus

The Muschels ist eine neue Nordenhamer Band, die sich nach eigenem Bekunden irgendwo zwischen den Flippers und The Clash ansiedelt, zumindest musikalisch also auf allen Weltmeeren der Unterhaltungsmusik segeln will. Neben Detlef Glückselig und Hannes Miek sind die beiden Bremerhavener Lutz Schoppenhauer (Bass) und Angela Rats (Akkordeon) an Bord. Am Schlagzeug gibt Paul Ascot Baumann den Takt an. Der Nordenhamer hatte die Idee zu The Muschels schon vor vielen Jahren. Aber zunächst war es schwierig, Mitstreiter zu finden. Das hat sich nun geändert. Zuletzt heuerte Angela Rats an. Sie spielt Akkordeon, was der Shantyrock-Band natürlich gut zu Gesicht steht.

Musik-Puristen könnten die Lieder des Quintetts als musikalisches Labskaus abtun. Aber die Radikal-Verwurschtung verschiedener Musikstile mit den Klassikern des maritimen Liedguts funktioniert erstaunlich gut. Und außerdem ist Labskaus ja auch ein leckeres Gericht.

„Wir fischen in allen Gewässern“, sagt Paul Baumann. Warum auch nicht? So gibt’s neben den karibischen und den rockigen auch jazzige und folkige Töne zu hören. Das Repertoire reicht von „What shall we do with the drunken Sailor“ über „Hamborger Veermaster“, „Ein Schiff wird kommen“ bis zu „Wir lagen vor Madagaskar“ – Stimmungsmusik zum Mitsingen, die, wie Detlef Glückselig überzeugt ist, zu vielen Anlassen passen könnte: zu einem zünftigen Frühschoppen ebenso wie zu einem Rockfestival oder einem Shantychor-Abend.

Mit Hannes Miek, der über eine stattliche Statur verfügt, haben The Muschels den idealen Frontmann. „Ein Seebär, wie er im Buche steht“, sagt Paul Baumann über den Sänger, der für feinfühlige Liebesballaden vermutlich nicht die Idealbesetzung wäre, dessen Stimme aber in eine zwielichtige Hafenspelunke passt wie die Faust aufs Matrosenauge.

In der jetzigen Besetzung arbeiten die fünf Musiker seit März am Feinschliff ihrer Songs. 20 Titel gehören inzwischen zum Repertoire. Am 25. September wagen sich The Muschels erstmals aus dem Trockendock und wollen in Bremerhaven vor Anker gehen. Dann spielen sie anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Sail Training Association Germany, dem Dachverband der Schulschiffsegler, in Bremerhaven.

In allen Häfen der Welt

Den Bandnamen hat sich Paul Baumannn ausgedacht: „Ich wollte früher immer ein Boot haben. Das sollte entweder Muschel oder Möwe heißen.“ Mit dem Boot wurde es nichts. So bekam eben die neue Band den Namen verpasst. „Auf den englischen Artikel The legen wir großen Wert“, sagen die Musiker übereinstimmend. „Das unterstreicht den internationalen Charakter. Schließlich wollen wir nach Möglichkeit in allen Häfen der Welt vor Anker gehen.“

 

 





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